Es gibt diese Tage, an denen man einfach nicht in Gang kommt. Man ist müde, das Wetter ist schlecht, die Couch ist zu bequem und der innere Schweinehund zu laut. Besonders, wenn man Ü50 ist, scheinen diese Tage manchmal öfter vorbeizuschauen als einem lieb ist.
Doch der entscheidende Unterschied zwischen denen, die trotzdem fit bleiben, und denen, die ihre Ziele aus den Augen verlieren, liegt nicht in „immer motiviert sein“, sondern darin, trotz fehlender Motivation ins Handeln zu kommen.
In diesem Artikel verrate ich dir meinen ganz persönlichen Trick, mit dem ich es auch an den faulsten Tagen schaffe, in Bewegung zu kommen – und warum er so gut funktioniert.
Zusätzlich bekommst du viele weitere praktische Methoden, um deinen inneren Schweinehund zu überlisten und langfristig dranzubleiben.
Viele glauben, dass Motivation die treibende Kraft hinter Fitness, Gewichtsabnahme und einem aktiven Lebensstil ist. Das ist nur teilweise richtig.
Motivation ist wie das Wetter: Sie verändert sich ständig. Mal scheint die Sonne, mal regnet es – und an manchen Tagen fühlt es sich an, als wäre es ewig dunkel.
Der wahre Schlüssel liegt in Gewohnheiten. Wenn etwas zu deiner Routine gehört, musst du dich nicht jedes Mal neu motivieren. Du tust es einfach – genau wie Zähneputzen oder Kaffee kochen.
Mein persönlicher Motivationstrick ist verblüffend einfach:
Ich verspreche mir nur 10 Minuten.
Anstatt zu denken: „Ich muss jetzt ein 45-minütiges Workout machen“, sage ich mir: „Ich mache nur 10 Minuten – und wenn ich danach keine Lust mehr habe, höre ich auf.“
Der Effekt?
Psychologisch nennt sich das „Einstiegshürde minimieren“. Je kleiner der geforderte Aufwand wirkt, desto leichter fällt der Start.
3.1 Der „Zeigarnik-Effekt“
Unser Gehirn mag es nicht, Dinge unvollständig zu lassen. Wenn du mit einer Übung beginnst, möchte dein Kopf oft automatisch „fertigmachen“. Das führt dazu, dass du doch länger dranbleibst, als du ursprünglich vorhattest.
3.2 Die Kraft der kleinen Siege
Jeder kleine Schritt setzt einen Erfolgsmoment frei. Das sorgt für ein gutes Gefühl – und das motiviert, weiterzumachen.
3.3 Überlisten des Perfektionismus
Viele denken: „Wenn ich heute nicht voll trainieren kann, lohnt es sich nicht.“
Der 10-Minuten-Trick nimmt diesen Druck raus. Weniger Perfektion = mehr Dranbleiben.
Mit zunehmendem Alter verändern sich unser Stoffwechsel, unsere Muskelmasse und unsere Regenerationsfähigkeit. Bewegung ist deshalb nicht nur wichtig für die Kalorienverbrennung, sondern auch für:
Der 10-Minuten-Trick sorgt dafür, dass Bewegung regelmäßig stattfindet – und das ist der wichtigste Baustein.
7.1 Musik als Turbo
Eine Playlist mit Lieblingssongs kann Wunder wirken. Schon die ersten Takte setzen dich oft in Bewegung.
7.2 Verabredungen
Trainiere mit einer Freundin oder einem Freund – die Verbindlichkeit macht es schwerer, abzusagen.
7.3 Sichtbare Fortschritte
Führe ein Bewegungs-Tagebuch oder hänge einen Kalender auf, in dem du jeden Trainingstag markierst.
7.4 Belohnungssystem
Plane kleine Belohnungen nach einer Woche Dranbleiben ein – z. B. ein neues Sportshirt oder ein gutes Buch.
Erwarte nicht, dass du jeden Tag motiviert bist. Stattdessen entwickle die Haltung: „Ich mache etwas – egal, wie klein – und das reicht für heute.“
Mit dieser Einstellung bleiben Rückschläge klein und du bleibst langfristig auf Kurs.
„Faule Tage“ sind normal – egal, ob du 20, 50 oder 70 bist. Entscheidend ist, trotzdem etwas zu tun.
Mein 10-Minuten-Trick hat mir persönlich geholfen, an unzähligen Tagen in Bewegung zu kommen, an denen ich sonst nichts gemacht hätte.
Und das Beste: Mit der Zeit werden diese Mini-Starts zur Gewohnheit – und Motivation wird fast überflüssig.
💡 Merke:
Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern darum, dranzubleiben.
Jeder Schritt zählt – auch der kleinste.
📌 Extra-Tipp für dich:
Erstelle dir eine Liste mit „10-Minuten-Übungen“ und hänge sie sichtbar auf. So musst du an faulen Tagen nicht überlegen, womit du startest – du fängst einfach an.